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Sehenswertes
Architektur
Architektur in Berlin

Berlin ist eine Stadt der gesellschaftlichen und architektonischen Experimente: Angefangen bei den großen preußischen Baumeistern wie Schinkel, Langhans und Knobelsdorff bis zu den Architekten, die hier nach dem Fall der Mauer arbeiteten. Ihre Namen von Alvar Aalto bis Peter Zumthor lesen sich wie ein "Who is who" der zeitgenössischen Architektur.

Ticket B - Stadtführungen von Architekten Guiding Architects
TICKET B - Stadtführungen von Architekten

Frankfurter Tor 1
10243 Berlin-Friedrichshain
Tel. 030/420 26 96 20
www.ticket-b.de

Seit 1996 veranstaltet das Architekturbüro individuelle Gruppen-Touren zu aktuellen Architektur- und Städtebauprojekten in Berlin und ermöglicht den Zugang zu besonderen Gebäuden in der Stadt.                       -Anzeige-

panorama-b © Anselm Eckold panorama-b                                         -Anzeige-
Gervinusstraße 6
10629 Berlin
Tel. 030/370 093 84
Fax 030/814 58 282
www.panorama-b.de

Panorama-b bietet Architekturführungen im facettenreichen Kulturraum von Berlin & Potsdam zu Fuß, in der Limousine oder im Bus.


 

BundespräsidialamtDie Geschichte Berlins spiegelt sich in der Architektur: Die gründerzeitlichen Bauten des späten 19. Jahrhunderts, als Berlin in wenigen Jahren zur Millionenstadt wuchs, die Funktionalität der Neuen Sachlichkeit in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, die totalitäre Planung der Nationalsozialisten und die Architektur der Nachkriegszeit als Dokument der Teilung und der Konkurrenz zwischen den politischen Systemen in Ost und West der geteilten Stadt. Hier ergab sich nach der Wende aber auch die historisch einmalige Chance und Herausforderung, die verlorene und vergessene Mitte wieder zu beleben und die Jahrzehnte lang geteilte Stadt städtebaulich zusammen zu führen. Berlin ist auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht "fertig". Dennoch wird das "Neue Berlin" deutlich schon sichtbar mit dem neu gestalteten Pariser Platz, dem Potsdamer und Leipziger Platz, aber mit auch der wiederauflebenden Friedrichstraße. Prägend für die jüngste Stadtentwicklung war die wiedererlangte Hauptstadtfunktion: Das neue Regierungs- und Botschaftsviertel mit den Bauten des Bundes, den neuen und wiederhergerichteten Botschaftsgebäuden, den Vertretungen der Länder, Institutionen und Verbände. Neue Projekte werden geplant oder bereits realisiert: Die Neugestaltung des Alexanderplatzes, der neue Zentralbahnhof, das neue "Zoofenster", das Spreeufer oder die Sanierung der Museumsinsel.

 

Erfahren Sie mehr über folgende Themen:

Preußische Pracht in Mitte

MuseumsinselDas mit über 2,5 Milliarden Euro größte kulturelle Investitionsprojekt Deutschlands ist die Sanierung der Museumsinsel. Nach der Wiedereröffnung des Alten Museums 2001 und der für 2006 geplanten Wiedereröffnung des Bode-Museums, soll ab 2010 auch der Wiederaufbau des kriegszerstörten Neuen Museums, in welchem voraussichtlich das Ägyptische Museum seinen alten neuen Platz wiederfinden wird, abgeschlossen sein.

Die Dynastie der Hohenzollern hat Berlin einen besonderen Glanz verliehen - Preußens Gloria sollte sich auch im Städtebau wiederspiegeln. Orte wie der Gendarmenmarkt, der schönste Platz der Metropole, bringen gar italienisches Flair an die Spree. Das herausragende Bautenensemble auf der Museumsinsel zählt zu den UNESCO-Welterbestätten. Die Namen großer Baumeister - allen voran Schinkel, Langhans, von Knobelsdorff, Stüler und Nering - sind eng mit Berlin verknüpft.

Von der Vorstadt über die Gründerzeit zum Reformwohnungsbau

Rund um die historische Mitte entstanden als Folge von Industrialisierung und Bevölkerungswachstum seit Mitte des 19. Jahrhunderts neue Stadtquartiere, welche die Vorstädte wie Spandauer oder Rosenthaler Vorstadt überlagerten und sich bis heute wie ein Band um die Innenstadt legen. Planerische Grundlage bildete der Hobrechtplan (1862). Innerhalb des S-Bahn-Rings entstand die für Berlin typische Blockrandbebauung aus herrschaftlichem Vorderhaus mit Stuckfassade und dichter Hinterhofbebauung. Beispiele für eher bürgerliche Gründerzeitquartiere finden sich rund um den Kurfürstendamm in Charlottenburg und Wilmersdorf. Im Südosten bilden Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln und im Nordosten Prenzlauer Berg, Moabit, Wedding die eher proletarisch geprägte Mietskasernenstadt.

Die Nachkriegszeit: "West-Berlin"

Nach dem Kriegsende war der Wiederaufbau der zerstörten Stadt in beiden Stadthälften die städtebaulich vorrangige Aufgabe. Im Westen bildeten die bereiche Kurfürstendamm und Kulturforum einen Schwerpunkt. Ausgangspunkt für die Neugestaltung des kriegszerstörten Breitscheidplatzes war 1947/48 der Wettbewerb "Rund um den Zoo", durchgeführt von der eigens gegründeten Zentrum am Zoo GmbH. Der sogenannte "Ermisch-Plan" legte Verkehrs- und Fluchtlinien fest. 1950 wurde "Richtplan Zoogebiet" verabschiedet und 1956/57 mit dem Zentrum am Zoo begonnen.
Das Kulturforum entstand seit den 50 Jahren nach Ideen von Hans Scharoun unmittelbar an der Sektorengrenze zu Ost-Berlin im ehemaligen Tiergartenviertel. Dieses Quartier hatte sich nach 1870 zu einem bevorzugten Wohngebiet Berliner Bürger und Künstler entwickelt. Im Krieg wurde das Tiergartenviertel weitgehend zerstört, auf dem heutigen Kulturforum erinnert nur noch die Kirche St. Matthäus an die historische Bebauung.

Die Nachkriegszeit: "Berlin - Hauptstadt der DDR"

Karl-Marx-AlleeAuch Ostteil der Stadt war nach dem Krieg von verheerenden Zerstörungen betroffen. Erste Planungen 1945 waren noch nicht vom Ost-West-Gegensatz geprägt. Das Wiederaufbauprogramm einer Kommission unter dem Vorsitz Scharouns sah Reparaturen, Neuerrichtungen und einschneidende Abrissmaßnahmen vor.
Ost-Berlin wurde zur Hauptstadt des sowjetischen Sektors und als einer der ersten größeren Repräsentationsbauten wurde die sowjetische Botschaft errichtet, Vorbild für den neoklassizistischen Historizismus repräsentativer Neubauten. Die Neugestaltung der Stalinallee war dann der Versuch, dieses Ideal großflächig umzusetzen. Die Hauptstadt der DDR stand unter Leistungszwang und verordnete später eine realistische Architektur des Sozialismus, die noch begrenzt die Tradition des Bauhauses und der Weimarer Republik zum Ausdruck brachte. Zwischen 1955 und 1970 setzte sich in einer Phase der Industrialisierung des Bauwesens die Tendenz zum industrialisierten Bauen mit Fertigteilen durch.

Regierungs- und Botschaftsviertel: Das neue politische Berlin

ReichstagskuppelSeine neue Kuppel wurde zum Sinnbild der Berliner Republik: Das 1884 bis 1894 nach Plänen Paul Wallots errichtete und von Lord Norman Foster umgebaute Reichstagsgebäude ist nicht nur der Hauptsitz des Deutschen Bundestags, der Bau ist mit seiner raffinierten Kuppelkonstruktion auch zum Symbol für das offene Verständnis von Staat und Gesellschaft und gleichzeitig zum Besuchermagneten in der neuen Hauptstadt geworden. Der Deutsche Bundestag entschied am 20. Juni 1991, Berlin zur Hauptstadt des vereinten Deutschland und zum Sitz von Regierung und Parlament zu machen. Am 29. Oktober 1991 folgte die Entscheidung des Bundestages, das Reichstagsgebäude wieder als Sitz des Parlamentes zu nutzen. Für die Neubauten des Bundes wurde als zentraler Standort der Spreebogen nördlich des Reichstagsgebäudes gewählt. In einem einmaligen städtebaulichen Wettbewerb setzte sich das von den Architekten Schultes und Frank vorgeschlagene "Bandes des Bundes" durch, ein Band, das an zwei Stellen die Spree überbrückt und nicht nur das Bundeskanzleramt mit den Abgeordnetenbüros im Paul-Löbe-Haus verbindet, sondern sinnbildlich auch eine Brücke schlägt zwischen den 40 Jahre lang getrennten Stadthälften in Ost- und Westberlin. Der städtebauliche Wandel Berlins zur deutschen Hauptstadt fand in drei sehr unterschiedlichen Stadtquartieren - in Moabit, Tiergarten und Mitte - statt. Einrichtungen der Bundesregierung und des Parlamentes, Ministerien, Landesvertretungen der Bundesländer und Botschaften mussten untergebracht werden.

Nordische BotschaftenNeben der Nutzung und dem Umbau von bereits existierenden Baukörpern wurde das Berliner Stadtmobiliar in den letzten Jahren durch eine enorme Anzahl von neuen Gebäuden und Repräsentativbauten ergänzt, ein Kompendium zeitgenössischer Architektur mit den unterschiedlichsten Handschriften und Stilen. Eine besonders bunte Vielfalt zeigt sich bei den neuen Botschaftsgebäuden und Landesvertretungen, wo regionale Stilelemente und Baumaterialien Architekturen wesentlich mitprägen.


Berlins neue Mitte: Der Potsdamer Platz

Potsdamer PlatzNach der Wiedervereinigung bot sich die einmalige Chance, ein vollständiges Stadtquartier im Zentrum einer Metropole neu zu erbauen. Den "Ideenwettbewerb Potsdamer Platz / Leipziger Platz" gewannen 1991 die Architekten Hilmer und Sattler. Ihr Konzept beruhte auf dem Modell der "europäischen Stadt", das sich bewusst gegen eine dichte Hochhausbebauung entscheidet. 1993 begannen die Bauten für das DaimlerChrysler Quartier nach dem Masterplan von Piano und Kohlbecker. Die Ausführung erfolgte durch internationale Star-Architekten wie Piano, Rogers und Isozaki. Auf der größten Baustelle Europas entstand in fünf Jahren ein neues urbanes Zentrum aus dem Nichts. Das 2000 fertiggestellte Sony Center von Helmut Jahn steht mit seiner kühlen futuristischen Ästhetik im Kontrast zum DaimlerChrysler Quartier. Anfang 2004 eröffnete das elegante Beisheim Center am Lenné-Dreieck.

Solitäre im Stadtraum

Obwohl sich in Berlin - bedingt durch Kriegszerstörung und jahrelange Teilung - nach der Wende die einmalige Chance bot, ganze Quartiere und Ensemblegruppen in zentralen Stadtbereichen komplett neu zu gestalten, sind architektonisch spannende Bauten auch als Solitäre im Stadtraum verteilt entstanden. Hier eine kleine Auswahl:

 

 

Führung Flughafen TempelhofFlughafen Tempelhof
Für die Berliner ist der Flughafen Tempelhof Spiegelbild ihrer bewegenden Geschichte. Von 1935 bis Kriegsbeginn 1939 erschuf der Architekt Ernst Sagebiel einen der größten Gebäudekomplexe Europas mit einer Bruttogrundfläche von 284.000 m2 - beispielhaft bis heute. Weltbekannt wurde der Flughafen durch die "Rosinenbomber". Die Versorgungsflugzeuge der Alliierten landeten hier während der Berliner Blockade 1948-49 im Minutentakt. Seit dem 1.11.2008 ist der "Zentralflughafen Tempelhof" endgültig für den Flugbetrieb geschlossen.
Führungen: Entdecken Sie auf einer spannenden Führung geheimnisvolle Bunker und unvollendete Säle. Genießen Sie von der Dachterrasse den Blick auf die geschwungene Eleganz des monumentalen Gebäudekomplexes.
Infos und Tickets ...


CorbusierhausUnité d´habitation "Typ Berlin" - Corbusierhaus-Berlin
Flatowallee 16, Berlin-Charlottenburg
Errichtet 1957 - 58, Architekt: Le Corbusier
Der 17geschossige, auf Pfeilern gestellte Stahlbetonskelettbau wurde anlässlich der internationalen Bauausstellung "Interbau" errichtet. Das Bauwerk enthält 527 Wohnungen, die durch 10 Innenstraßen erschlossen werden.

 

Bauhaus-Archiv
Klingelhöferstraße 14, Berlin-Schöneberg
Errichtet 1976 - 78, Architekten: Walter Gropius/TAC, Alex Civijanovic
Ursprünglicher Entwurf Gropius´ mit Shed-Dach für das Bauhaus-Archiv in Darmstadt, in Berlin nach dem Umzug in veränderter Form ausgeführt.

 

Ludwig-Erhard-Haus
Fasanenstraße 83-84, Berlin-Charlottenburg
Errichtet 1994 - 97, Architekten: Nicolas Grimshaw & Partners
"Zoomorphe Großform" des Neubaus der Berliner Börse, bekannt als das "Gürteltier".

 

GSW-HauptverwaltungGSW-Hauptverwaltung
Kochstraße 22, Berlin-Kreuzberg
Errichtet: 1995 - 98
Architekten: Louisa Hutton / Matthias Sauerbruch

Konvexe Hochhausscheibe, als Erweiterung der in den 60er Jahren von Paul Schwebes entworfenen GSW-Zentrale, ausgeführt als Niedrig-Energie-Haus. Stadtbildprägend durch seine doppelschichtige Konvektionsfassade mit bunten, sich stetig verändernden automatischen Farblamellen.

 

Farbenpracht im Treppenhaus

Berliner TreppenhausIn vielen Teilen Berlins verbergen sich hinter grauen Fassaden Treppenhäuser voll an Farbenpracht und liebevollen Details. Einen informativen Artikel über die versteckten Reize von Berlins Treppenhäusern finden Sie auf den Seiten des Online-Magazins der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
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